Wie alles begann

Wir bauen uns ein Open-Air:  Heute 1.Teil

Irgendwann im März 2010 trafen sich ein paar Freunde um Geburtstag zu feiern. Viele davon junge Musiker, die mit ihren frisch gegründeten Bands nach Auftritten suchten. Einige der Beteiligten waren durch die erst kürzlich erschienene Dokumentation „40 Jahre Woodstock“ für die kommende Open Air Saison inspiriert.

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Plakat 2010 – Mit Auto vom Verkehrsschild

Es wurde viel diskutiert, aber bereits am frühen Abend war man sich einig: Ein eigenes Festival, oder zumindest Open Air müsste man haben…. da könnte man direkten Einfluss auf das Line Up nehmen und auch jungen Bands eine Chance geben.

Wie so oft wurde die Nacht lang und mit dem kommenden Morgen der Traum vom eigenen Open Air von den meisten Beteiligten als Schnapsidee verworfen.

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Schneesturm Party 2010 – Ein wichtiger Meilenstein

Bei zwei der Anwesenden, Nico und Rudi, brannte sich die Idee ins Gedächtnis. Man hatte zusammen schon vorher verschiedene Veranstaltungen gemacht und Erfahrung gesammelt, dann konnte doch so ein Open Air nicht so schwierig werden?!?

— Gesagt getan — Im April 2010 begannen die ersten Vorbereitungen.

Zuerst musste eine Location gefunden werden. Verschiedene Wirte und Gemeiden wurden gefragt und viele Absagen ausgesprochen. Schließlich stimmte Dize Dobler von der Seehüttn mit den Worten: “ Ja probieren müss ma des scho“ zu.

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Plakat 2014 – Mit VW Bulli

Im Anschluss mussten Finanzierungsfragen geklärt werden. Eigenkapital war bei den Schülern/Studenten nicht vorhanden. Zum Glück fanden sich viele ortsansässige Sponsoren, die das Open Air bis heute unterstützen!

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LINK auf dem Openair Steinberg – 2010

Das so ein Vorhaben nicht von 2 Leuten durchgezogen werden konnte, war klar. Deshalb bemühte Rudi seine damalige Band Link. Es wurde die LINK GbR, mit damals 6 Mitgliedern, gegründet. Zu dieser Band gehörte auch Michael Nussbaumer, der seit 2011 zusammen mit Rudi das Open Air Steinberg veranstaltet.

Als Musiker wurden überwiegend Bekannte, mit denen man bereits in früheren Projekten zusammengearbeitet hatte, gebucht. Unter anderm waren vertreten: Pale, Rosebud, Null8Sprachrohr, Burn Magnetics, Madguitar Murphy und viele andere mittlerweile legendäre Bands.

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Simbach 2010 – Die Feuertaufe für Team und Technik

Die Basisvorraussetzungen hatte man nun geschaffen. Jetzt musste ein Werbekonzept her. Aber Wie? Nach einigen Überlegungen kam Fritz auf die Idee, das Verkehrsschild “ Uferbefestigung“ zu nehmen. Warum? Nun, es hat was mit Wasser zu tun und es passte in den Scanner.

Aufgrund der angespannten finanziellen Lage mussten einige Kompromisse eingegangen werden. So konnte z.B. keine Ton und Lichttechnik gemietet werden.

Man beschloss deshalb im Frühsommer 2010 die vorhandene Technik auf einen Open Air tauglichen Stand zu bringen. Das damals ausgearbeitete PA Konzept, die Schallwand, ist bis heute geblieben und hat sich durch seine Einzigartigkeit zum inoffiziellen Markenzeichen des Open Airs entwickelt.

Die Feuertaufe für die Technik war das Benefiz Openair in Simbach. Hier konnten nochmals einige Abläufe optimiert werden.

Nach Simbach wurden noch ein paar Optimierungen am Konzept vorgenommen. Im Großen und

Ganzen war man startklar… so dachte man zumindest.

Der Aufbau für das Openair 2010 begann am 24.08.2010 um 9:00Uhr mit ca. 20 Mann.

Trotz verschiedener Widrigkeiten wie schlechtem Wetter und massive Zeitprobleme, konnte der Aufbau am 28.08 um 12:30Uhr, rechtzeitig zum Einlass, abgeschlossen werden. Im Lauf des Abends konnten über 600 Besucher gezählt werden.

 

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